Lebensdauer von Bauhelmen und Pflegemaßnahmen

Hinsichtlich der Lebensdauer von Bauhelmen kommt es darauf an, aus welchem Material diese hergestellt worden sind und inwiefern bzw. unter welchen Umständen sie bisher zum Einsatz kamen. Zwar lassen sich allgemeine Regeln für die Lebensdauer von Bauhelmen aufstellen, allerdings existiert eine ganze Reihe individueller Faktoren, die im konkreten Einzelfall eine bedeutsame Rolle spielen können. Dementsprechend widmet sich der nachfolgende Abschnitt der konkreten Lebensdauer von Bauhelmen und soll außerdem darauf hinweisen, ob es eventuell zu ergreifende Maßnahmen gibt, um diese zu verlängern.

Die allgemeine Lebensdauer

Wenn es um die allgemeine Lebensdauer eines Bauhelms geht, ist diese von dem konkreten Material abhängig, welches für die Herstellung verwendet wurde. In der Regel kommen hierbei Thermoplaste und Duroplaste zum Einsatz. Dies sind Kunststoffarten, die sich durch jeweils ganz eigene Eigenschaften charakterisieren lassen. Während Duroplaste sich hinsichtlich hoher Temperaturen beständig zeigen, sind die sogenannten Thermoplaste insbesondere im normalen Temperaturbereich besonders effektiv.

Thermoplastische Kunststoffe weisen bereits nach vier Jahren erste Ermüdungserscheinungen hinsichtlich des Materials auf und sollten dementsprechend aus dem Verkehr gezogen werden. Bei Bauhelmen aus duroplastischen Kunststoffen ist dies erst nach acht Jahren der Fall. Trotzdem können verschiedene Einflüsse wie beispielsweise UV-Strahlen oder mechanische Beanspruchung dazu führen, dass der Helm bereits vor Ablauf dieser Zeit, seine Schutzfunktion einbüßt.

Pflege- und Wartungsmaßnahmen

Hinsichtlich der Pflege lässt sich nicht viel tun, um die Lebensdauer eines Bauhelms zu verlängern. Schließlich wird das Material des Helms nach einer gewissen Zeit spröde und dieser Prozess lässt sich grundsätzlich nicht aufhalten. Allerdings sollten im Umgang mit dem Bauhelm verschiedene Dinge unbedingt unterlassen werden, um dafür zu sorgen, dass der Bauhelm auch die angegebene Zeit aus- bzw. durchhält.

Hierzu gehört beispielsweise, dass die Helmschale des Bauhelms nur mit lauwarmem Seifenwasser gereinigt werden sollte. Aggressive Reinigungsmittel oder -lösungen könnten das Material angreifen und diesem sogenannte Mikroschädigungen zufügen. Unter diesen Bedingungen muss der Träger davon ausgehen, dass der Helm nicht mehr seine volle Schutzfunktion mit sich bringt. Auch das Lackieren oder Bekleben des Bauhelms sollte unbedingt unterlassen werden. Wer seinen Schutzhelm beispielsweise lackiert oder mit Farbe bemalt, verändert die Beschaffenheit der Helmschale. Wenn es beispielsweise bei einem lackierten Helm zur Einwirkung eines großen Gewichts kommt, kann sich das Material als spröde erweisen. Der Lack blättert ab und kann beim Träger zu konkreten Verletzungen führen.

Des Weiteren sollte ein Bauhelm natürlich immer nur in der richtigen Größe erstanden und dann vom Träger individuell angepasst werden. Nur ein optimal sitzender Schutzhelm kann im Ernstfall wirklich für die Sicherheit des Trägers sorgen. Schutzhelme, die beispielsweise durch einen Aufschlag oder Ähnliches beansprucht worden sind, sollten übrigens nicht weiter verwendet werden. Die Beschaffung eines neuen Helms ist in einem solchen Fall auch dann angeraten, wenn mit dem bloßen Auge keine Spuren des Aufpralls zu erkennen sind.

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