Bauhelmfarben und deren Zuordnung

Bauhelme werden nicht nur in unterschiedlichen Größen, sondern auch in verschiedenen Farben angeboten. Auf Baustellen finden sich dementsprechend immer wieder rote, gelbe, orangefarbene, weiße, grüne und blaue Helme, bei denen die farbliche Bedeutung einem Laien allerdings kaum auf den ersten Blick ersichtlich ist. Während es bei kleineren Baustellen prinzipiell Gang und Gäbe ist, dass Bauarbeiter sich in erster Linie für den Helm entscheiden, der ihrem eigenen Geschmack farblich am nächsten kommt, kann es bei größeren Baustellen, auf denen sich mehrere hundert Mitarbeiter befinden, durchaus der Fall sein, dass der Farbe des Bauhelms eine besondere Bedeutung beigemessen wird. Hier wird der Bauhelm selbst zum strukturierenden Element und hilft dabei Übersichtlichkeit sowie schnelles und effektives Arbeiten voranzutreiben.

Damit der eigene Bauhelm in Anlehnung an die nachfolgenden Informationen zukünftig direkt nach der Bedeutung der Farbe ausgewählt werden kann, sollen in diesem Artikel die Bauhelmfarben und deren Zuordnung erläutert werden. Generell lässt sich jedoch an dieser Stelle bereits festhalten, dass diese Ausführungen nicht immer allgemeine Gültigkeit besitzen, da es hin und wieder im Einzelfall zu Abweichungen kommen kann. Die internen Anordnungen der jeweiligen Baustelle können im Zweifelsfall über die genauen Richtlinien eingehender Auskunft erteilen.

Die Bauhelmfarben auf der Baustelle

Auf großen und kleinen Baustellen werden die Bauhelmfarben bzw. die Träger der Helme üblicherweise in Gruppen zusammengefasst. Eine genaue Differenzierung kann beispielsweise hinsichtlich der Berufsgruppe und der Qualifikation erfolgen. Nicht immer werden die einzelnen Gruppen von Handwerkern aber tatsächlich anhand der Bauhelmfarben differenziert.

Weiße Helme werden auf Baustellen in erster Linie von Personen getragen, die keinen permanenten Zugang zur Baustelle haben, bzw. sich dort nicht immer aufhalten. Das bedeutet, dass beispielsweise Besucher in der Regel mit einem weißen Bauhelm ausgestattet werden. Dasselbe gilt für Polierer oder Angehörige der Bauleitung. In diesem Fall erfolgt die Zuordnung der Bauhelmfarbe weder anhand der Handwerksgruppe noch hinsichtlich der Qualifikation, sondern ergibt sich lediglich aufgrund der Tatsache, dass nicht alle Anwesenden auf einer Baustelle dort im selben Umfang zugegen sind. Gleichzeitig erleichtert dies die Arbeit für die ständig anwesenden Bauarbeiter, da diese sofort erkennen können, ob ihr Gegenüber zu permanenten Baumannschaft gehört oder nicht.

Rote Bauhelme dagegen ermöglichen auf den ersten Blick eine Differenzierung hinsichtlich der Qualifikation des Trägers. Unabhängig von der spezifischen Handwerksgruppe sagt ein roter Bauhelm über seinen Träger aus, dass dieser eine leitende Position auf der Baustelle innehat. Es könnte sich dementsprechend um einen Vorarbeiter handeln, an den sich andere Personen auf der Baustelle mit ihren Fragen wenden können.

Hinsichtlich der spezifischen Handwerkszugehörigkeit wird in Bezug auf blaue, grüne orangefarbene oder gelbe Bauhelme eine Unterteilung vorgenommen. Gelbe Bauhelme sind in der Regel den Maurern oder auch den Lagerverwaltern vorbehalten. Hin und wieder kann es auch dazu kommen, dass Maurer blaue Bauhelme tragen, dies ist jedoch weitaus seltener der Fall. Orangefarbene Bauhelme werden in der Regel von Eisenflechtern oder Stahlbetonbauern getragen. Grüne Bauhelme sind für die Zimmerleute vorgesehen.

Die Bauhelmfarben im Bergbau

Abgesehen von Baustellen haben Bauhelmfarben auch im Bergbau eine entscheidende Bedeutung, wobei die Richtlinien diesbezüglich meist strenger organisiert sind. Während es bei regulären Baustellen häufig kleinere oder größere Abweichungen bezüglich der Verteilung von Bauhelmfarben gibt, sind diese im Bergbau aufgrund des erhöhten Risikos unwiderruflich vorgeschrieben. Da im Bergbau jeder Mitarbeiter sofort anhand eindeutiger Merkmale hinsichtlich seiner Position identifizierbar sein muss, dienen die Helmfarben als ein wesentliches Merkmal.

Besucher tragen im Bergbau grundsätzlich orangefarbene Helme und können dementsprechend auf den ersten Blick einwandfrei als solche identifiziert werden. In einer Gefahrensituation wissen die Betroffenen dann umgehend, wie sie mit den Besuchern umzugehen haben und dass diese beispielsweise hinsichtlich des Erreichens der Rettungswege besondere Unterstützung brauchen. Verantwortliche Leiter im Bergbau werden schnell und unkompliziert anhand eines weißen Helmes erkannt. Dies unterscheidet ihn von gewöhnlichen Arbeitern ohne besondere Spezifikation, die für gewöhnlich einen gelben Helm tragen. Die Grubenwehr, die bei Unglücksfällen im Bergbau versucht das Schlimmste abzuwenden, ist durch rote Helme gekennzeichnet, wohingegen die Sicherheitsbeauftragen generell grüne Helme tragen.

blauer schutzhelm